Bibelstunde, bitte!

 

Ein Jogger joggt allein im Wald. Das hört sich zunächst einmal an wie die Sieben Zwerge, aber wenn er im Wald einem Obdachlosen begenet, der dort schläft, dann hat es schon nicht mehr viel Märchenhaftes an sich! Das Problem, dessen sich unser sportlicher Mitmensch schlagartig bewusst wird, ist nicht neu. Der Normalbürger arbeitet und bekommt dafür Geld. Von diesem Geld kauft er sich Essen, Trinken und alles Weitere, mietet sich eine Wohnung usw. … . Dies ist unser aktuelles gesellschaftliches Konzept.

Wer Geld hat, sei es durch ehrliches oder betrügerisches Handeln, durch Vererbung oder fleißige Arbeit, der hat damit alles, was er physisch zum Leben braucht. Wenn jemand jedoch nicht genügend Geld hat, um für sich alles Nötige zu kaufen bzw. zu mieten, dann mangelt es ihm körperlich! Wie kann es denn zum Geldmangel kommen?

Der Mensch hat viele Bedürfnisse. Geld zu haben, ist keines davon. Schnell kann im Zuge der Technisierung ein Großteil der bisherigen Arbeitsplätze einfach an Roboter, Computer und andere Maschinen gehen! Die verblienenen Jobs sind dann so gering in ihrer Anzahl und so voller Konkurrenz, dass nur noch die härtesten Workoholiker überhaupt eine Chance haben, dabei mitzuhalten. Mit der Zeit steigt daraufhin die gebieterische Manier der Chefs, die sich über ihr monopolartiges Gut Arbeit für Geld ergötzen: Die Arbeitsbedingungen werden also schlicht insgesamt immer härter und schlechter für die Arbeitnehmer!

Heutzutage merken immer mehr Leute, auch jenseits von Hartzgeld & Co., wie die sprichwörtliche Daumenschraube langsam fester angezogen wird. Da ist es kein Wunder, wenn man entweder hungern muss, oder friert, oder sogar beides!

In der Ruhe des Gebets wird einem jeden Zeitzeugen schnell offenbar: Nächstenliebe, nicht Wettbewerb, sollte im Zentrum der Gesellschaft stehen! Niemand sollte hungern noch frieren, noch sollten die einen sich der Völlerei hingeben, während den anderen halbverdorbene Nahrungsmittel angeboten werden. Man fühlt sich fast in biblische Zeiten zurückversetzt, wenn man es recht bedenkt. Die Pharisäer von heute, nun das sind offensichtlich die Leute, die bei uns den Ton angeben.

Die Römer, na ja, kann man sich nicht vorstellen, wer aktuell der Zivilisation seinen Stempel am meisten aufdrückt, von wegen Doughnuts und Hamburger? Dann wären da noch die Geldwechsler und Konsorten, die man unschwer an ihren Neonlichtern erkennt. Von all den vielen Leuten, die sich heute als Propheten darbieten, sehen wir einmal ab, dann sind noch die Gott Treuen, dann jene, welche ihre eigenen Götzen anzubeten pflegen, und endlich der Herr als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Damit wäre die Szenerie zu Jesus’ Zeiten doch komplett ins Moderne übersetzt, oder? – Nun, nicht ganz!

Jesus kam zu seiner Zeit als Mensch auf die Erde, und doch steckte Gott in ihm! Die Dreifaltigkeit ist etwas kompliziert. Gott ist Geist, nicht Fleisch, und dennoch kann er Fleisch werden, und Jesus kam als sein Sohn auf die Erde. Worauf es mir nun aber ankommt, das ist folgender Punkt: Gott kann in uns und durch uns scheinen, wie die Sonne durch das Lampenglas scheint, doch sein Schein ist nicht physisch (fleischlich), sondern geistlich!

Ganz ohne Sekten oder Leute, welche meinen, sie seien der wiedergeborene Erlöser, kann sich jeder von uns im Gebet dem Herrgott hingeben. Doch eines sei gesagt: Es kann mitunter schwierig sein, sich nicht von Neonleuchten blenden zu lassen und zu glauben, eine Glühbirne sei die Sonne, und genauso ist Gott im Himmel das wahre Licht, welches wir suchen!

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