Die richtigen Worte finden

 

“Hey, willst Du noch einen Cracker?” fragt der Kumpel ihn auf seiner Geburtstagsparty. Er denkt sich “Oh, nein, kannst Du nicht endlich müde sein? Ich will schlafen!”, doch er lächelt nur verlegen und sagt: “Nein, danke.”. Sollte er wohl lieber zugeben, dass sein letzter Gast ihm bereits ein wenig lästig geworden ist? Kann er ihn um halb eins einfach so aus dem Hause schicken, oder wäre das womöglich unhöflich?

Im Alltag bieten sich offenbar eine Menge an Möglichkeiten, entweder ehrlich und direkt zuzugeben, wie die Lage ausschaut, oder ansonsten lieber vorrangig auf Höflichkeit zu setzen. Höflichkeit und Ehrlichkeit schließen sich dabei aber nicht nötigerweise aus! Wozu soll man sich das Leben denn unnötig verkomplizieren?

Jeder war bestimmt schon mindestens einmal in der Lage, jemandem etwas Verletzendes sagen zu wollen, sich dann aber letztlich nicht zu trauen, es auszusprechen. Das ist einerseits sicherlich gut, weil Unhöflichkeit ja nicht nett ist, andererseits sorgt die völlige Zurückhaltung mit Kritik auch oftmals für eine Menge an Frust, der wiederum dann irgendwie wegbekommen werden muss … !

Am besten ist es daher, zwar an sich nicht an kritischen Bemerkungen zu sparen, wo sie auch wirklich angebracht sind, andererseits hingegen dabei ebensowenig unfreundliche Formulierungen zu verwenden. Anstatt die Kritik nur entweder vollkommen unverblümt verlauten zu lassen, oder eben gar nicht, wäre es nicht besser, die richtigen Worte als Verpackung für die nötige Kritik zu finden, sodass niemand sich am Schluss beleidigt noch unter Druck gesetzt fühlen muss?

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